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Ein Projekt im Rahmen der Initiative

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Projekt-Beschreibung - Wie funktioniert SMEP?

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) koordiniert das Programm und gewährleistet die Einhaltung der Ausbildungsstandards. Dazu schult das LMZ die Trainerinnen und Trainer. Sie sind in der Regel Fachkräfte mit medienpädagogischer Ausbildung bzw. Lehrkräfte mit medienpädagogischer Erfahrung.


Die Trainerinnen und Trainer vermitteln den zukünftigen Medienmentorinnen und -mentoren in vier Schulungseinheiten à zehn Stunden vom Drehen eines Videofilms über Filmanalyse bis zum Projektmanagement das nötige Grundlagenwissen. Jede der vier Schulungseinheiten beinhaltet zwei Wissensbereiche: Der Umgang mit ausgewählten Medien und (medien-) pädagogische Kenntnisse für das Leiten von Gruppen.

Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler machen im Anschluss an ihre Ausbildung unterschiedliche Angebote an ihrer Schule: Sie unterstützen Lehrkräfte beim alltäglichen Medieneinsatz, sie dokumentieren Schulereignisse oder organisieren regelmäßige Mittags- oder Nachmittagangebote, z.B. eine Trickfilm-AG oder einen Powerpoint-Kurs. In allen Fällen übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die Geräte, die Organisation und den fachlichen Input.


SMEP ist Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg.

Im Internetportal www.kindermedienland-bw.de finden Eltern, Erziehungsverantwortlichen und Lehrkräfte einen umfassenden Überblick über das engmaschige Netz an kompetenten Ansprechpartnern und Aktivitäten im Kindermedienland Baden-Württemberg.

Wie SMEP funktioniert, können Sie kompakt hier nachlesen und downloaden.



Der Messkirch-Kurs - Kompakt in einer Woche zum Schüler-Medienmentor

Der Trainer

Christian Gust, Mediensoziologe und -pädagoge (M.A.)

 

Die Gruppe

21 Schülerinnen und Schüler aus zwei Schulen (Grafen-von-Zimmern Realschule, Gymnasium Messkirch) und den Klassenstufen 7/10. Die 21 Schülerinnen und Schüler haben an 18 PCs zusammen gearbeitet.

 

Der zeitliche Rahmen:

Der Kurs ist als Kompaktkurs durchgeführt worden und fand in der Woche vom 15. bis 19 November 2010 jeweils von 8.00 bis 16.30 Uhr statt.

 

Die vier Module

 

Modul 1 Bildbearbeitung und Arbeiten mit Gruppen

Im Modul 1 wurde hier mit Paint.net und Corel Draw gearbeitet. Im Voraus haben beide Schulen die Programme auf den Schul-Netzwerken installiert.

Die Schüler der Realschule Messkirch haben eine Einführung in den Bereich der Bildbearbeitung, Dateiformate und Bildrechte bekommen. Zudem hat der Trainer auch die ersten Ideen und Hinweise für die Arbeit in Gruppen aufgegriffen und besprochen.

Nach der Einführung bekamen die Jugendlichen die Aufgabe, mit Bildern aus dem Internet Collagen im DINA4-Format zu erstellen. Der zweite Arbeitsauftrag lautete: „Erstellt eine Foto-Story!“

Die Jugendlichen haben zunächst das Konzept ihrer Fotostory auf Papier bzw. mit einer Mindmap entwickelt. Sie haben jedes Bild überlegt und Erklärungen zur Gestaltung, den Inhalten und notwendigen Personen formuliert. Anschließend wurde fotografiert und die Bilder in ein eigens eingerichtetes SMEP-Ordner-Prinzip auf dem Schulnetzwerk überspielt.

 

TIPP: Das Ordnerprinzip hilft den Teilnehmern die Dateien für SMEP übersichtlich anzulegen und später auch zu finden. Alle Schüler haben das Ordnerprinzip auf ihrem eigenen USB-Stick übertragen.

 

Modul 2: Audiotechnik und Planung eines Projekts

Die Möglichkeiten das Programm Magix Music Maker zu nutzen, haben alle Schülerinnen und Schüler erkannt. Selbst nach anfänglichen Schwierigkeiten, waren alle von den Möglichkeiten von Magix überzeugt und fragten nach kostenlosen Versionen für zu Hause.

Zum Einstieg auf das Audio-Modul half eine Powerpoint-Präsentation, die wichtigsten Punkte für den Tag vorstellte: Welche Audioprojekte kann man durchführen? Wie plant man ein eigenes Projekt? Welche Dateiformate und Audiotechnik gibt es?

Im Anschluss konnten die vom KMZ Sigmaringen entliehenen Geräte ausprobiert werden. Die ersten Sprachaufnahmen hatten noch eine Menge Fehler, die dann im Plenum besprochen werden konnten.

Noch vor der Mittagspause haben die Schüler Klingeltöne für ihre Handys mit dem Programm „Magix Music Maker“ erstellt. Vor allem die Beat-Box-Funktion hat sehr viele Schüler zum Erstellen von kleineren Sounddateien bewegt.

Im Anschluss an das freie Ausprobieren der Programmfunktionen lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man ein Audioprojekt plant und durchführt. Zur Planung ihrer Interviews nutzten sie wie in Modul 1 eine Mindmap.

 

TIPP: Mit einer Mindmap können die Schülerinnen und Schüler ihre Überlegungen und Ideen für ein eigenes Projekt ausführlicher darstellen als nur mit Text. Dafür ist das kostenlose Programm FreeMind sehr gut geeignet.

 

 

Modul 3 Filmsprache und Filmanalyse

Das dritte Modul stand im Zeichen der Analyse des Films Die fetten Jahre sind vorbei“

 

Inhaltsangabe: Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ändern ist, hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) haben ihren eigenen Weg gefunden: nachts brechen die in Villen ein, nicht um zu klauen sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Ihre hinterlassenen Botschaften lauten: „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“ - unterzeichnet mit „Die Erziehungsberechtigten“. Jule (Julia Jentsch), die eigentlich mit Peter zusammen ist, und Jan verlieben sich ineinander. Im Überschwang der Gefühle steigen beide in eine Villa ein und werden vom Besitzer überrascht. Dafür gab es keinen Plan und plötzlich werden alle drei zu Entführern...

 

Nach einer einstündigen Einführung mit Arbeitsaufgaben zum Thema Filmsprache und -analyse, haben die Schülerinnen und Schüler Fragen beantwortet wie:

-      Was ist Film?

-      Wie funktioniert Filmsprache?

-      Welche Arbeitsaufgaben gibt es im Film?

-      Welche Geschichte hat Film?

-      Warum schauen wir Filme?

 

Die Schülerinnen und Schüler haben sich während dem Film Notizen gemacht zu Schauspielern, Einstellungsgrößen, Perspektiven, Kameraführungen etc. und eine Powerpoint-Präsentation erstellt.

Im Gespräch mit dem Regisseur Hans Weingärtner, der den Jugendlichen die Charaktere und die filmische Beschreibung der Personen aufzeigte, haben die SMEPPER die Geschichte noch einmal in Ausschnitten festgehalten und so die Intention des Filmes erarbeitet.

Dadurch haben die Schüler einen ersten Einblick in die Filmarbeit bekommen und nach eigener Aussage erst richtig erkannt, worum es im Film überhaupt geht.

Die Schülerinnen und Schüler haben sehr gut mitgearbeitet und nach dem Filmgespräch ihre eigenen Notizen in einer Powerpoint-Präsentation festgehalten.

 

Modul 4

Die SMEP-Gruppe aus Messkirch besuchte in Modul 4 das Kreismedienzentrum Sigmaringen und bekam dort eine Einführung in die Videotechnik und zur Videobearbeitung, Dateiformate und auch Möglichkeiten der redaktionellen Arbeit im Bereich Filmerstellung.

Die SMEP-Teilnehmer wurden für ein gemeinsames Videoprojekt in Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 hat einen Vorspann und den Abspann im Magix Video Maker erstellt und alle Namen und Aufgaben der Beteiligten festgehalten. Gruppe 2 hat Fragen für ein Filminterview mit Frau Diener von der Grafen-von-Zimmern Realschule vorbereitet.

Im praktischen Umgang mit Kamera und Tonangel konnten die Schülerinnen das Gelernte einsetzen. Gruppe 3 hat Schülerinnen und Schüler zum Thema Mediennutzung und Social Communities befragt.

Gruppe 4 hat die SMEP-Gruppen bei der Arbeit dokumentiert und mit den Schülerinnen und Schülern Interviews geführt. Alle Schüler haben für die Abschlussveranstaltung im KMZ-Sigmaringen, die zusammen mit der SMEP-Gruppe Mengen durchgeführt wird, die Aufgabe erhalten eine kurze Präsentation zu erstellen in der vorgeführt wird, wie sich die Schüler am Martin-Heidegger-Gymnasium und an der Grafen-von-Zimmern Realschule einbringen können, damit Mitschüler von ihrem Wissen profitieren können.

 

TIPP: Magix bietet auch in der sehr einfachen Schulversion eine gute Möglichkeit Video- und Audioschnitt zu integrieren. Vor allem die Möglichkeiten eigen Hintergrundmusik zu erstellen wurde von einem Großteil der Schüler positiv aufgefasst.

 

Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum

Das Kreismedienzentrum der Stadt Sigmaringen hat die nötigen Medienmittel für den SMEP-Kurs in Messkirch - auch kurzfristig - zur Verfügung gestellt.

Die Zusammenarbeit mit Hr. Geiger vom KMZ-Sigmaringen war sehr freundlich und äußerst hilfsbereit.

 




Beispiel: SMEP-Kurs an der Realschule am Schillerpark

Der Trainer: Christoph Jung, Sonderschullehrer und Medienpädagoge

Die Gruppe: 12 Schülerinnen und Schüler, Klassenstufe 8

 


Der zeitliche Rahmen:

Kurs ist als AG am Mittwochnachmittag von 13 bis 18 Uhr in den Schulalltag integriert. Jedes Modul wird an zwei aufeinander folgenden Terminen durchgeführt. Pädagogische, medienpädagogische wie praktische Anteile der Ausbildung werden auf beide Tage verteilt bearbeitet.

 

Der organisatorische Rahmen:

In der Schule ist ein Lehrer, Herr Raaf, für SMEP verantwortlich, der den Trainer Herrn Jung bei der Reservierung der Räume unterstützt und im engen Kontakt mit den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern steht.

Herr Raaf ist Fachleiter für IT an der Realschule am Schillerpark und Schulnetzberater am Kreismedienzentrum Esslingen. Er erarbeitet gemeinsam mit dem Trainer die Konzeption für den Einsatz der ausgebildeten Medienmentorinnen und -mentoren.

In der Schule hat es bereits einen Durchgang eines SMEP-Kurses gegeben. Die ausgebildeten Medienmentorinnen und -mentoren sind nach wie vor in der Schule und im aktuellen Smep-Kurs aktiv.

Die Schule verfügt über zwei Computerräume mit je 12 Rechnern und Videobeamer. Weitere Technik kann im nahegelegenen KMZ entliehen werden.

 

Die vier Module

 

Modul 1: Kennenlernen, Aufgabe als Mentor, Print- und Bildbearbeitung

Stundeneinteilung

Mittwoch, 20.01.10 von 13-18:00 Uhr

Mittwoch, 27.01.10 von 13-18:00 Uhr

 

Ablauf: 20.01.2010

·        Begrüßung, Namens- und Kennenlernspiele, Gesprächsrunde.

·        Berichte und Beispielprodukte der „alten“ Smepper.

·        Vorstellung des Ablaufs, Erwartungen und Fragen.

·        Vorstellung verschiedener Programme der Bildbearbeitung.

·        Schüler erstellen einen SMEP-Flyer mit dem Programm ihrer Wahl (Zur Verfügung standen folgende Programme: Microsoft Word, GIMP)

 

Ablauf: 27.01.2010

·        Informationen, Definitionen und Arbeit mit Seiten aus dem Reader zu den Themen „Aufgabe eines Mentors“, „Leiten von Gruppen“

·        Organisation der Mittagspausenbetreuung und Einteilung der Gruppen.

·        Fototermin für die neuen Smepper

·        Fortsetzung der Arbeit am Flyer

 

 

Modul 2: Konfliktmanagement, eigene Mediennutzung und Jugendmedienschutz

Stundeneinteilung

Mittwoch, 03.02.10 von 13-18:00 Uhr

Mittwoch, 10.02.10 von 13-18:00 Uhr

 

Ablauf:  03.02.2010

·        Präsentation der fertigen Flyer und Logos aus Modul 1

·        Planung der Computerraumaufsicht in den Mittagspausen (Mo, Di und Do).

·        Frontalphase Konfliktmanagement. Arbeitsphase mit dem Kapitel im Reader.

·        Clustern von Stichworten und Meinungen zu „Was ist das Internet“.

·        Wahl eines Smep-Sprechers und -Stellvertreters.

 

Ablauf: 10.02.2010

·        Diskussion über Regeln im Computerraum und Konsequenzen nach deren Verletzung aus aktuellem Anlass.

·        Smepper-Umfrage zur Mediennutzung mit 5 Fragen aus der JIM-Studie 2009. Antworten wurden auf Karten geschrieben, gemeinsam auf der Pinnwand betrachtet und besprochen.

·        Präsentation (Jung) der Grafiken der JIM-Studie zu den 5 Fragen. Ziel: Reflexion der eigenen Mediennutzung. Bearbeitung verschiedener Aufgaben in drei Gruppen zu Datenschutz, Urheberrecht und Regeln im Computerraum.

·        Präsentation der Ergebnisse mit spontanen Diskussionen.

 

Modul 3: Projektplanung und Audio-Aufnahmen

Stundeneinteilung

Mittwoch, 24.02.10 von 13-18:00 Uhr

Mittwoch, 10.03.10 von 13-18:00 Uhr

 

Ablauf: 24.02.2010

·        Stand der Computerraumbetreuung. Ablauf, Probleme, Lösungsfindung. Entscheidung: Um Autorität zu zeigen, brauchen die Smepper Plakate mit Regeln und ein SMEP-T-Shirt.

·        Mikrofonierung: Erarbeitung von Prinzipien und Regeln. Vorstellen und Testen der H2 Zoom- Handymikrofone.

·        Probeaufnahmen und kleine Interviews. Kennenlernen des Programms Audacity.

 

Ablauf: 10.03.2010

·        Workshop: Wie plane ich einen Kurs?

·        Inhaltliche und organisatorische Ideen für Smep-Kurse während der Mittagspause.

·        Planung des SMEP-T-Shirts (Kosten, Design,Größen,…)

·        Kennen lernen und Üben des SMEP-RAP im Stuhlkreis. Anschließend laden die Schüler über www.findsounds.com Rhythmen herunter und versuchen, daraus und aus Mikrofoneinspielungen ihren eigenen SMEP-RAP zu basteln

 

Modul 4: Video-Einheit, Organisation der neuen Projekte und Abschluss

Stundeneinteilung
Mittwoch, 12.5.10 von 13-16:00
Mittwoch, 16.6.10 von 13-16:00
Mittwoch, 14.7.10 von 13-17:00

Ablauf: 12.05.2010

·        Kurze Besprechung der Mittagspausenbetreuung durch die Smepper.
·       Einführung in das Modul Video
·       Experimente durch die Schüler, kurzer Lehrfilm.
·       Dreh eines Smep-Werbefilms für die Klassen 6 in drei Gruppen.


Ablauf 16.06.2010
·       Einführung in das Schnittprogramm Premiere.
·       Schnitt der Werbefilme an vier Computern.
·       Festlegung auf die Kurse im nächsten Schuljahr.

Ablauf 14.07.2010

·       Organisatorisches zu Mittagspausenbetreuung, Smepkursen und der Ausbildung der neuen Siebtklässler durch die Smepper im Schuljahr 2010/11.
·       Reflexion des vergangenen Smepjahres anhand von Highlights und Stolpersteinen.
·       Brainstorming zu den Inhalten der neuen Smepausbildung.
·       Festlegen der Ausbildungssprecher und 4 Ausbildungsteams (pro Modul eines).
·       Inhaltliche Planung der Smepkurse im Schuljahr 2010/11.
·       Abschied und Verleihung der Zertifikate.

 

Zusammenarbeit mit der Schule und dem Kreismedienzentrum

·        Herr Raaf ist der Kontaktlehrer für SMEP an der Realschule am Schillerpark. Er unterstützt den Trainer bei der Reservierung der Räume und im Kontakt zu den Smeppern. Herr Raaf ist konzeptionell und praktisch stark mit dem Aufbau der Computerraumaufsicht durch SMEPPER beschäftigt.

·        Herr Raaf unterstützt die Smep-Sprecher, die SMEP in der kommenden GLK und im AKIP (Arbeitskreis Internetprävention) vorstellen. Er bereitet ein Schulzertifikat vor, das besondere Leistungen eines SMEPPERS (wie Kurse in der Nachmittagsbetreuung oder die Präsentation von SMEP) würdigt.

·        Die Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum Esslingen erwies sich als ergiebig und unkompliziert. In den Modulen Audio und Video nutzten wir sechs Handyrecorder, drei Canon-Kameras, und die örtlichen Schnittcomputer.




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